„Glaubt ihr, dass ich dies tun kann?“

Dr. Beate Johlen-Budnik
19. Dezember 2024

Text: Cfr. Markus Schulte-Beckhausen

Feierliche Ämterübergabe in der Doppelkirche St. Maria und Clemens

Am Nikolaustag, dem 6. Dezember 2024, kam es zur beliebten „Adventlichen Begegnung“ der Komturei Sankt Martin Bonn. In der ehrwürdigen und kunsthistorisch bedeutenden Doppelkirche St. Clemens und Maria in Schwarzrheindorf fand in feierlichem Rahmen die Ämterübergabe der Komturei Sankt Martin Bonn statt. An der Veranstaltung nahmen 64 Damen und Ritter der Deutschen Statthalterei aus den Komtureien Bonn, Düsseldorf, Köln, Trier, Essen, Münster und Dortmund sowie Angehörige und Gäste teil.

Geistlicher Auftakt mit berührenden Worten

Der Gottesdienst in der romanischen Doppelkirche bildete den spirituellen Auftakt. Hauptzelebrant Cfr. Msgr. Pfarrer Anno Burghof ermutigte in seiner Predigt die Gläubigen, trotz aller Schwierigkeiten in der gegenwärtigen Welt, im Glauben verwurzelt zu bleiben. In seiner Predigt nahm Cfr. Burghof die Frage Jesu an die Blinden im Hinblick auf eine erwünschte Heilung auf. Die Frage Jesu aus dem Matthäus Evangelium lautete: „Glaubt ihr, dass ich dies tun kann?“ Die Blinden der Heiligen Schrift antworteten Jesus mit einem bekennenden „Ja“. Dieses vertrauensvolle „Ja“ sollten sich die Damen und Ritter der Deutschen Statthalterei zum Vorbild nehmen, um entschlossen in die Zukunft zu blicken. Konzelebranten waren Cfr. Pfarrer Michael Ottersbach und der Ortsdiakon Barthel Held.

Würdige Ämterübergabe

Im Anschluss an den Gottesdienst erfolgte in der Doppelkirche mit ihren reichen Fresken und ihrer historischen Bedeutung die Ämterübergabe. Der Präsident der Ordensprovinz Rheinland-Westfalen, Cfr. Michael Fischer, übergab das Amt des Leitenden Komturs von Cfr. Norbert Erlinghagen an Csr. Doris Paschek-Bergmann, indem er die entsprechenden Urkunden verlas und aushändigte. Ebenfalls nahm er die Ernennung von Cfr. Pfarrer Michael Ottersbach zum Prior der Bonner Komturei vor, wodurch eine dreieinhalbjährige Vakanz in diesem Amt endete. Anschließend erteilte Cfr. Msg. Burghof dem scheidenden Leitenden Komtur und den beiden neuen Amtsträgern den Aaronitischen Segen. Die feierliche Ämterübergabe krönte der Deutsche Statthalter, S. E. Cfr. Dr. Michael Schnieders, mit einer beeindruckenden Orgelimprovisation, der die Gemeinde freudig und dankbar lauschte.

Gemeinschaftlicher Ausklang

Nach dem liturgischen Teil fanden sich die Teilnehmer zu einem gemütlichen Abendessen in einem nahegelegenen Restaurant ein. Der scheidende Leitende Komtur, Norbert Erlinghagen, nutzte in seiner Ansprache die Gelegenheit, Cfr. Anno Burghof für seinen Einsatz als „inoffizieller“ Prior während der letzten dreieinhalb Jahre zu danken. Mit Freude übergab er eine Glasmalerei mit dem Wappen der Ordensgemeinschaft an den neuen Prior, Cfr. Michael Ottersbach, und wünschte seiner Nachfolgerin, Csr. Doris Paschek-Bergmann, zu ihrer neuen Aufgabe Glück und Gottes Segen.

Die neue Leitende Komturdame Csr. Paschek-Bergmann dankte ihrem Vorgänger für seine sichere Führung durch schwierige Zeiten und gab einen hoffnungsvollen Ausblick auf ihr erstes Amtsjahr. Sie rief die Mitglieder dazu auf, gemeinsam die Ziele des Ordens in der Komturei St. Martin Bonn erlebbar zu machen.

Eine Begegnung voller Tiefe und Zuversicht

Die „Adventliche Begegnung“ der Bonner Komturei ist ein Höhepunkt im Jahreskalender und steht exemplarisch für die Verbindung von christlichem Glauben, feierlicher Tradition und menschlicher Nähe. Die gelungene Ämterübergabe in Schwarzrheindorf hat diesen Geist auf eindrucksvolle Weise lebendig werden lassen und die Teilnehmer mit Freude und Zuversicht erfüllt.

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