Heiligsprechung von Cfr. Bartolo Longo – Erster Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem zur Ehre der Altäre erhoben

Pressesprecher
20. Oktober 2025

Ein historischer Tag für den Orden: Am 29. Sonntag im Jahreskreis ist Bartolo Longo in Rom heiliggesprochen worden

Rom / Pompeji – 19. Oktober 2025. – Am 29. Sonntag im Jahreskreis ist Cfr. Bartolo Longo von Papst Leo XIV. heiliggesprochen worden. Damit war erstmals ein Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem in die Ehre der Altäre erhoben worden – ein Ereignis von außergewöhnlicher historischer und geistlicher Bedeutung für den Orden und die gesamte Kirche.

Über 30 Ordensmitglieder der Deutschen Statthalterei durften diesen einzigartigen Moment persönlich miterleben. Von Ehrenplätzen auf den Kolonnaden des Petersplatzes verfolgten sie die Feierlichkeiten in unmittelbarer Nähe und wurden Zeugen eines wahrhaft historischen Tages.

(c) oessh.net / Csr. Madeleine Still
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Vom Rechtsstudium zur Umkehr

Bartolo Longo wurde am 10. Februar 1841 in Latiano (Apulien) geboren. Während seines Jurastudiums in Neapel geriet er in Kreise des Spiritismus und der Antikirchlichkeit. Eine existenzielle Krise folgte – doch sie führte ihn zur radikalen Umkehr: Er fand zum Glauben zurück, trat dem Dritten Orden der Dominikaner bei und widmete sein Leben fortan Maria und dem Rosenkranz.

Apostel des Rosenkranzes und Erbauer von Pompeji

Longo gründete das Rosenkranzheiligtum von Pompeji, das heute zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten Italiens zählt. Sein Engagement reichte weit über den Kirchenbau hinaus: Er rief Schulen, Waisenhäuser und soziale Einrichtungen ins Leben, besonders für Kinder von Gefangenen. Mit dieser Verbindung von Spiritualität und konkreter Nächstenliebe wurde er zum „Apostel des Rosenkranzes“.

Verbindung zum Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem

1901 wurde Bartolo Longo von Papst Leo XIII. in den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem aufgenommen und für sein außergewöhnliches Engagement mit der Auszeichnung des Großkreuzes geehrt. Damit stand er in den Reihen jener Gemeinschaft, die in besonderer Weise das Lateinische Patriarchat von Jerusalem unterstützt und durch Gebet, Spenden und persönliche Präsenz die Christen im Heiligen Land stärkt. Mit seiner Heiligsprechung durfte der Orden erstmals einen Ritter in den Reihen der Heiligen wissen – ein Zeichen, das weit über den Augenblick hinauswies.

Zeichen für die Gegenwart

In einer Welt, die von Brüchen und Unsicherheit geprägt war, wurde Bartolo Longo zum Vorbild: Er zeigte, dass Umkehr möglich ist, dass tiefer Glaube mit tätiger Nächstenliebe verbunden sein muss, und dass Laien in der Kirche eine tragende Rolle übernehmen können. Sein Lebensmotto war geprägt von Demut und Tatkraft – beides zentrale Werte des Ritterordens.

Ein Tag der Freude und Hoffnung

Für die Ordensgemeinschaft weltweit, besonders aber für die Deutsche Statthalterei, war dieser 19. Oktober 2025 ein Tag großer Freude. Viele Ritter und Damen berichteten nach der Feier, dass sie die Nähe von Kirche und Orden intensiver gespürt hätten als je zuvor.

Als die Glocken des Petersdoms die Heiligsprechung verkündeten und das Bild des neuen Heiligen enthüllt wurde, brandete auf dem Petersplatz Applaus auf. Inmitten der Menschenmenge war die Präsenz des Ritterordens spürbar – als Zeichen der Hoffnung, der Treue und der weltweiten Verbundenheit.

(c) oessh.net / Csr. Madeleine Still

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