Anker und Halt unseres Lebens

Dr. Miriam Salentin
16. März 2026

Patronatsfest Komturei Hrabanus Maurus Fulda

S.E. Bischof em. Cfr. Heinz-Josef Algermissen predigte am Patronatsfest der Komturei Hrabanus Maurus Fulda zum Leitwort der Deutschen Statthalterei.

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Fundamentale Krise des Glaubens

Ohne Umschweife begann der emeritierte Bischof von Fulda seine Homilie mit der schnörkellosen Feststellung, dass sich Kirche und die christliche Botschaft in Deutschland und der westlichen Gesellschaft in einer Krise befinden. In seiner Wahrnehmung sei diese Krise nicht nur strukturell auszumachen, sondern eine fundamentale Krise des Glaubens an einen personal anteilnehmenden Gott – eine „allgemeine Gottesferne in den Herzen vieler Menschen“ – und werde zur „geistigen Signatur unserer Zeit“.

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Gottes Gegenwart in unserem Leben und in der Welt

Kirchliche Strukturfragen wie z. B. Gemeindefusionen seien bestenfalls für Betriebsabläufe bedeutsam, bewegten aber – so Algermissen – keines Menschen Herz. Er beklagte, dass die Frage nach Gottes Gegenwart in unserem Leben und in der Welt viel zu selten Gegenstand von Predigten sei, während immer häufiger politische Themen zur Sprache kämen. In diesem Zusammenhang erinnerte er an die Mahnung des Apostels Paulus: „Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und euer Denken“ (Röm 12,2).

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„Ich bin der ICH-BIN-DA …“

Die Frage des Mose nach dem Namen Gottes in der Bibelstelle zum Leitwort der Deutschen Statthalterei sei im hebräischen Sprachgebrauch eine Frage nach dem Wesen: Was und wer bist du? Gottes Antwort „Ich bin der ICH BIN DA“ sei die fundamentale Zusage, die unser Leben von Grund auf präge und bestimme. In der Menschwerdung Gottes in Christus als „Immanuel – Gott mit uns“ und in seinem Leiden am Kreuz habe sich Gott als Anteilnehmender und Mitleidender offenbart.

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… in Freude und Hoffnung, in Angst und Tränen

Ausgerichtet an dieser zentralen Botschaft stellte Confrater Algermissen konkrete Fragen an die Ordensgeschwister: Wohin nehmen wir Zuflucht, wenn es uns schlecht geht? Nutzen wir die offenen Türen unserer Kirchen? Tauchen wir ein in ihr Halbdunkel, in die Stille, in die Gegenwart Christi im Allerheiligsten Altarsakrament?

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Gott ist da – für dich, für mich!

Das ewige Licht am Tabernakel sei tägliche Einladung: Gott ist da – für dich, für mich!

Anker und Halt in unserem Leben!

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