Kreuzwege

Ferdinand Giese
18. April 2025

Auch am Tag des Leidens und Sterbens unseres Herrn begann der Tag für alle sehr früh. Der Status Quo bestimmt die Liturgiezeiten in der Grabeskirche und so kam es, dass die Karfreitagsliturgie der lateinischen Denomination bereits um 7:00 Uhr zu beginnen hatte. Nach obligatorischer Prozession vom Patriarchat zur Grabeskirche fanden sich alle Mitfeiernden auf Golgatha ein, solange dies der begrenzte Platz zuließ. Zur Kreuzverehrung kamen schließlich auch alle anderen dort hoch. Demzufolge dauerte die gesamte Liturgie etwa 2½ Stunden.

Dann begann im Patriarchat die Karfreitagsruhe, nicht jedoch für den verbliebenen Rest der Delegation. Der Verfasser befindet sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits wieder auf dem Heimweg.

Der Nachmittag stand im Zeichen weiterer Besuche, zunächst bei Professor Dr. David Neuhaus SJ im Jesuitenkolleg in der Jerusalemer Altstadt. Fr. Neuhaus, mit dem wir uns über seine Sicht auf die Situation und Zukunft der Christen im Hl. Land austauschen konnten. Er war viele Jahre lang der Patriarchatsvikar für die Hebräisch sprechenden Christen, Migranten und Asylanten. Er lehrt am Priesterseminar und an der Universität in Bethlehem.  Unser Gesprächsthema war seine Sicht auf die Situation und Zukunft der Christen im Hl. Land.

Sodann hatten wir Gelegenheit, uns mit Dr. Dietrich Bäumer, dem Schulleiter der Schmidt-Schule ausführlich über die Zukunft seiner Schule, einer deutschen Auslandsschule für Mädchen in Trägerschaft des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande (DVHL), hinter dem Paulushaus am Damaskustor gelegen, auszutauschen. Rund 500 Schülerinnen können dort entweder das palästinensischen (Tawjhi) oder das deutsche internationale Abitur erwerben. Letzteres berechtigt zum Studium an allen Hochschulen in Deutschland. Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Für die Ausbildung der palästinensischen Mädchen ist die Schule ein wichtiges Standbein.

Connie Kimberger und Ferdinand Giese

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