Gemeinschaft

ā€žGemeinschaftā€œ war das allumfassende Schlagwort, unter dem der diesjƤhrige Einkehrtag der Provinz-Rhein-Main am 11. MƤrz 2023 in St. Georgen stattfand.

Der Orden lebt durch die Gemeinschaft und das persƶnliche Miteinander

Gleich zu Beginn der Veranstaltung erinnerte ProvinzprƤsidentin Ricarda Schulze Dieckhoff in ihrer Begrüßung daran, wie schmerzlich das Gefühl der Gemeinschaft in den vergangenen Corona-Jahren vermisst wurde, als Kontakte nur eingeschrƤnkt oder online mƶglich waren. Ihr Aus- und Rückblick auf vergangene und zukünftige Ereignisse der Provinz machte deutlich, dass Ordensleben nur aus der Gemeinschaft heraus existiert: seien es Übernahme bzw. Fortführen eines Amtes oder Dienstes für den Orden; das Gedenken an Verstorbene, die nun in ihrer Komturei Lücken hinterlassen; Reisen, die in Pilgergemeinschaft unternommen werden und nicht zuletzt die AmtstrƤgertagung, die das Gemeinschaftsleben im Orden in den Mittelpunkt gestellt hat. Auch die persƶnlichen Gedanken der ProvinzprƤsidentin zu den Ordensmaximen ā€žBeten, Pilgern und Opfernā€œ spiegeln wieder, dass ā€žGemeinschaftā€œ das Thema des Tages war. Zum Punkt ā€žBeten und Glaubenā€œ lenkte Schulze Dieckhoff den Blick auf die bestƤndig steigende Zahl von GlƤubigen, die sowohl katholische als auch evangelische Kirchengemeinschaft verlassen, das Thema ā€žPilgernā€œ betrachtete sie aus der Perspektive von Juden und PalƤstinensern im Heiligen Land, denen gemeinschaftliche Existenz immer schwerer nur gelingt und der Aspekt ā€žOpfernā€œ ruft auf, durch Spenden die christlichen Gemeinschaften im Heiligen Land an unseren materiellen Wohlstand teilhaben zu lassen.

Impulse zur Fastenzeit

(c) Cfr. Ernst Andreas Weigert

Die Überleitung zu den VortrƤgen des Provinzpriors Dr. Gregor Müller erfolgte fließend, standen sie doch unter dem Leitwort aus dem 1. Kapitel des 1. Johannesbriefes ā€žWir aber haben Gemeinschaft mit dem Vater und seinem Sohn Jesus Christusā€œ (1 Joh 1,3). Dieses Schriftwort zog sich wie ein roter Faden durch den Tag, der dazu dienen sollte, in der Fastenzeit sich neu auf die Beziehung zu Gott zu konzentrieren und in Gemeinschaft den Glauben zu (er-)leben. Hierzu erhielten die Anwesenden immer wieder neue Impulse durch Verse aus dem 1. Johannesbrief, aber auch durch Zitate aus Schriften und Predigten der PƤpste Benedikt XIV. und Franziskus, sowie Kirchenlehrern wie Augustinus oder dem 2019 heiliggesprochenen Kardinal John Henry Newman, über den unser Provinzprior seine Dissertation geschrieben hat.

Wie geht in Gott bleiben?

Im Anschluss an die beiden durch das gemeinsame Mittagessen unterbrochenen Vortragseinheiten gab es nach jeweils einer ā€žZeit der Stilleā€œ Gelegenheit zum Austausch von Fragen und Erfahrungsberichten. Angefangen von der Grundsatzfrage ā€žWie geht in Gott bleiben?ā€œ über die Schwierigkeit, die Sprache der Theologen in Einklang mit dem heutigen Stand der (Natur-)Wissenschaft zu bringen bis hin zum sehr persƶnlichen Bekenntnis, dass es ein Moment der Gnade sei, wenn man in Beziehung zu Gott trete, weil sich dann ALLES Ƥndere, gab es eine Vielzahl von Wortmeldungen. Hier wurde deutlich, dass Prior Dr. Müller mit der Auswahl seines Tagesthemas ā€žeinen Volltrefferā€œ gelandet hatte, der seinen würdigen Abschluss in der von ihm zelebrierten Vorabendmesse zum 3. Fastensonntag fand.

Csr. Dr. Miriam Thea Salentin

The owner of this website has made a commitment to accessibility and inclusion, please report any problems that you encounter using the contact form on this website. This site uses the WP ADA Compliance Check plugin to enhance accessibility.
OESSH - Deutsche Statthalterei

Kostenfrei
Ansehen