In einer eindringlichen Ansprache in Rom hat der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, deutlich gemacht, dass Worte allein für den Frieden im Heiligen Land nicht genügen und echte konkrete Handlungen und politische Visionen erforderlich sind, um den zerstörten sozialen und politischen Beziehungen zwischen Israelis und Palästinensern wieder Zukunftsperspektiven zu geben.
Anlässlich einer Veranstaltung zum 800. Todestag des Heiligen Franziskus schilderte Pizzaballa in der Kirche San Francesco a Ripa seine persönlichen Erfahrungen aus mehreren Besuchen im Gazastreifen, beschrieb dortiges Leid und zugleich erste Zeichen menschlicher Würde trotz größter Zerstörung.
Der Kardinal kritisierte internationale Friedenspläne, die vor allem den Interessen großer Mächte dienten, und bekräftigte, dass das palästinensische Volk das Recht habe, als Volk anerkannt zu werden und einen eigenen Staat zu besitzen.
Besonderes Augenmerk legte er auf die Rolle der christlichen Gemeinschaft im Nahen Osten: Auch als Minderheit könne sie ein starkes Zeichen der Hoffnung sein, solange sie ihre Botschaft von Frieden und Versöhnung lebendig halte.
Mit Blick auf die globale Kirche appellierte Pizzaballa an Gläubige weltweit, als Pilger in das Heilige Land zurückzukehren und so Solidarität und physische Präsenz zu zeigen – „Zeit für Mut, nicht nur für Notfälle“.
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