Die Deutsche Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem trauert gemeinsam mit den Angehörigen, der Komturei St. Ansgar Hamburg sowie der Ordensprovinz Norddeutschland um ihren ehemaligen Präsidenten, Cfr. Dr. med. Ludger Hackethal.
Unser Gebet gilt dem Confrater, der am 3. Februar 2026 im Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit aus dieser Welt abberufen wurde und nun dem Himmlischen Jerusalem entgegengegangen ist.
Cfr. Dr. med. Ludger Hackethal wurde am 1. Dezember 1937 geboren. Seine Investitur in den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem erfolgte am 7. Mai 1983 im Hohen Dom zu Paderborn.
Seine Zugehörigkeit zum Orden wuchs aus einer inneren Verpflichtung, die über Jahre hinweg sein Denken und Handeln prägte. Aus dieser Haltung erwuchs ein Dienst an der Gemeinschaft, der nicht auf äußere Wirkung zielte, sondern aus Beständigkeit, Verlässlichkeit und einem tiefen Ernst gegenüber der übernommenen Verantwortung lebte.
In den Jahren seiner Leitung stellte er das Gemeinsame über das Persönliche und das Dauerhafte über das Momentane. Entscheidungen traf er mit Bedacht, getragen von der Überzeugung, dass Führung dem Zusammenhalt dienen muss. So wurde sein Wirken zu einem stabilen Bezugspunkt innerhalb der Ordensgemeinschaft, der Orientierung gab und Vertrauen wachsen ließ.
Als Leitender Komtur der Komturei St. Ansgar Hamburg (1995–2007) sowie als Präsident der Ordensprovinz Norddeutschland (2007–2011) übernahm Cfr. Dr. med. Ludger Hackethal Verantwortung in zentralen Ämtern und stellte seine Kraft in den Dienst der Gemeinschaft.
Auch in der höchsten Verantwortung blieb er dem Grundsatz verpflichtet, dass der Orden nicht aus Ämtern lebt, sondern aus geistiger Haltung. Sein Wirken war darauf gerichtet, Kontinuität zu sichern, Orientierung zu ermöglichen und das Wesentliche nicht aus dem Blick zu verlieren.
In Anerkennung seines langjährigen, selbstlosen und vorbildlichen Wirkens wurde er mit der Promotion zum Komtur mit Stern ausgezeichnet.
„Mit Cfr. Dr. med. Ludger Hackethal verliert unser Orden einen Confrater, der Verantwortung stets aus dem Geist des Dienens verstanden hat. Seine Führung war leise, aber tragfähig; sein Rat bedacht, aber von großer innerer Klarheit. Er hat dem Orden nicht durch Worte, sondern durch Haltung gedient. Sein Leben bleibt uns ein Zeugnis treuer Verbundenheit, gelebter Demut und stiller Glaubenskraft“, so würdigt Statthalter S.E. Cfr. Dr. Michael Schnieders den Verstorbenen.
S.E. Cfr. Dr. Michael Schnieders bittet die Ordensgemeinschaft um stilles, fürbittendes Gebet für den Verstorbenen.
