Angesichts der anhaltenden Kriegssituation hat der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Pierbattista Kardinal Pizzaballa, die Gläubigen eindringlich zum Gebet und zu geistlicher Verbundenheit in der Karwoche aufgerufen. Die gegenwärtige Lage bedeute eine zusätzliche Belastung, da Ostern nicht gemeinsam und in gewohnter Weise gefeiert werden könne. Dies sei „eine Wunde“, die sich zu den vielen Leiden des Konflikts hinzufüge. Zugleich mahnte der Patriarch, sich nicht entmutigen zu lassen und am Gebet festzuhalten.
Gerade jetzt gelte es, sich an die Worte Jesu zu erinnern: „Betet allezeit und lasst nicht nach“ (Lk 18,1). Auch wenn gemeinschaftliche Feiern nur eingeschränkt möglich seien, solle das geistliche Leben in den Familien und religiösen Gemeinschaften bewusst gestärkt werden. Das an vielen Orten bereits gelebte Gebet sei ein Zeichen der Hoffnung und des inneren Zusammenhalts.
Um diese Verbundenheit sichtbar zu machen, rief Pizzaballa zu einem gemeinsamen Gebetstag am 28. März 2026 auf. Die Gläubigen seien eingeladen, den Rosenkranz für Frieden und innere Ruhe zu beten – insbesondere für die unter dem Konflikt Leidenden. Auch in räumlicher Distanz könne das Gebet die Menschen vereinen und Hoffnung und Vertrauen stärken.
Der Patriarch betonte, dass die Sehnsucht nach Frieden vor allem die Herzen der Menschen betreffe und nur im Gebet ihre Antwort finde. Ostern erinnere daran, dass selbst die Dunkelheit des Krieges nicht das letzte Wort habe.
Vor dem Hintergrund der Sicherheitslage bleiben die liturgischen Feierlichkeiten in Jerusalem weiterhin eingeschränkt; die Kirchen sind jedoch geöffnet, und die pastorale Begleitung der Gläubigen wird im Rahmen des Möglichen aufrechterhalten.
Zum Abschluss seines Schreibens betont der Patriarch: „Easter, which we celebrate in the name of Christ’s passion, death, and resurrection, reminds us that no darkness, not even that of war, can have the last word.“
Das vollständige Schreiben ist im Anhang dokumentiert.
