Ausgerechnet am Gedenktag „Unsere liebe Frau vom Rosenkranz“ ist das Heilige Land, sind seine Bewohner und Besucher durch einen terroristischen Angriff der islamistischen Hamas mit einem grausamen Krieg überzogen worden.

Wir sind tief erschüttert ob all des Leids, der Ungerechtigkeit, des Hasses, der Verachtung und insbesondere jeglicher Gewalt. Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Betroffenen, egal, welcher Religion sie angehören oder ob sie areligiös sind. Eingeschlossen sind auch die Verantwortlichen, die es in Gedanken oder in der Hand haben, wie lange der für alle unerträgliche Zustand dauern wird. Wir denken besonders auch an diejenigen, die sich im Heiligen Land noch als Pilgernde, Reisende oder Geschäftstreibende aufhalten. Mögen sie ihren Vorstellungen und Wünschen entsprechend möglichst rasch, wohlbehalten und gesund in ihre Heimat zurückkehren.

Der 7. Oktober 2023 als der Gedenktag des Rosariums, des Rosenkranzes, kann uns allen einen Impuls geben: Beten wir im Interesse möglichst raschen und dann auch nachhaltigen Friedens im Heiligen Land, für seine Bewohner – unabhängig, welcher Religions- oder Volkszugehörigkeit – allein oder in Gemeinschaft (wieder mehr) den Rosenkranz. Bedenken wir dabei bitte insbesondere die schmerzhaften, aber auch die glorreichen Geheimnisse des Lebens Jesu. Eine erinnernde Anleitung findet sich etwa unter https://www.katholisch.de/artikel/41-das-rosenkranzgebet im Internet.

Darüber hinaus kann der 25. Oktober, der im Lateinischen Patriachat von Jerusalem als Hochfest der seligen Jungfrau Maria, der Königin des Heiligen Landes, gefeiert wird, ein Impuls sein, in unseren Komtureien in besonderer Weise zu einem Friedensgebet zusammenzukommen. Heißt es doch als Gebetsbitte an diesem Tag im Tagesgebet der Heiligen Messe, dass das Heilige Land „durch die Fürsprache der allerseligsten Jungfrau Maria, der Königin von Palästina, vor allem Unglück bewahrt bleibt“ (Ordensgebetbuch, S. 32). Bei dieser Gelegenheit blicken wir dankbar auf all die Komtureien und Provinzen, die bereits begonnen haben, zentrale Friedensgebete zu organisieren und durchzuführen.

Und fangen wir, jeder einzelne, selbst bei uns an, jeden Tag wieder von neuem: Seien wir in Gedanken, Worten und Werken friedlich, gelassen und zuversichtlich. Wenn jeder von uns und unseren Angehörigen dies tut, sind wir schon in unserer Statthalterei eine namhafte Anzahl im besten Sinne Umkehrender. Dann beginnen wir mit unseren Beiträgen, mit unserem Verhalten, die Welt besser zu gestalten.

Dann könnte sich das Wort aus dem Philipperbrief (Phil 4, 6 ff.) erfüllen, das den zurückliegenden 27. Sonntag im Jahreskreis gekennzeichnet hat: „Sorgt Euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in Christus Jesus bewahren.“

Im Kurzgebet könnten wir bedenken:

„Heilige Maria, Mutter Gottes, gib uns – ebenso wie allen Verantwortlichen im und für das Heilige Land – die Kraft, das Gute zu erkennen und jederzeit dessen Verwirklichen zu erstreben.

Hilf uns, im Friedvollen einen Schwerpunkt zu setzen – im Gedanken, im Wort und im Werk, immer und überall. Amen.“

Münster / Fulda, den 14.10.2023

Dr. jur. Michael Schnieders & Dr. Wolfgang Hartmann
Statthalter & Geistlicher Zeremoniar

OESSH Deutsche Statthalterei

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