Im Auto des Patriarchen, CD-Kennzeichen inklusive, ging es am frühen Morgen nach Taybeh ins Westjordanland. Eindringliche Berichte des Priesters der dortigen Gemeinde, Abouna Bashar, über die sehr angespannte und komplizierte Situation im Gemeindegebiet, insbesondere zu Fragen der illegalen Landnahme durch Siedler und Beduinen belasten auch uns zusehends.

großes Gerät
3. Schuljahr

Ein Rundgang durch die Schule und über die Großbaustelle beschließen den ersten Teil unseres in Taybeh. Auf dem Weg zum Altenheim Bet Afram besuchten wir kurzerhand noch die Brauerei der christlichen Familie Khoury, die ebenfalls die Auswirkungen des Krieges hautnah erlebt.

Im Altenheim treffen wir den Heimleiter Marco Basir, der uns ebenfalls seine gegenwärtigen Nöte darlegt. Insbesondere wegen des Ausfalls von Eigenanteilen bei den Pflegekosten, den die Familien momentan nicht aufbringen können, steht ein wirtschaftliches Defizit ins Haus. Darüber hinaus steht er vor erheblichen Herausforderungen zur baulichen Anpassung an die gestiegen Anforderungen.

Herrlicher Ausblick von der neuen Terrasse
Im Gemeinschaftsraum

Mit dem Diplomatenauto ging es über holprige und teilweise sehr steile Landstraßen nach Ramallah zum Gemeindezentrum der Pfarrei Heilige Familie, wo sich auch die Zentralverwaltung der Schulen des Lateinischen Patriarchats in Palästina befindet. Fr. Yakoub Rafidi als Generalsekretär stellte zusammen mit seinem Stab das Schulkonzept sowie dann die einzelnen Schulen vor. Ein Schwerpunkt war die Vorstellung der von der Deutschen Statthalterei zusammen mit der Fieger-Stiftung geförderte Mehrzweckhalle. Am Ende sprach er eine Einladung an die Vertretung der Deutschen Statthalterei zur Einweihung aus. Problemlos verlief dann der Grenzübertritt nach Israel.

Auf dem Dach
Im Konferenzraum

Einer Einladung von Abt Nikodemus folgend fanden wir uns um 18:00 Uhr zur Vesper und Heiligen Messe in der Dormitio-Abtei ein. Nach dem Abendessen bestand noch Gelegenheit zu einem intensiven Gedankenaustausch zur politischen Lage aus seiner Sicht sowie zur Wahrnehmung und den Folgen des schmerzhaft wahrgenommenen Ausbleibens insbesondere auch deutscher Pilger.

Nach intensivem Austausch
Gelungene Renovierung

Mit diesen Zeilen verabschiedet sich der Autor aus dem Heiligen Land und wechselt auf die Seite der sehr interessierten Konsumenten dieses Blogs. Connie und Johannes werden ihn nun alleine weiterführen und an dieser Stelle Ihre Eindrücke und Erlebnisse schildern.

Connie Kimberger und der Autor

OESSH Deutsche Statthalterei

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