Auf Einladung der leitenden Komturdame Csr. Doris Paschek-Bergmann kamen am dritten Sonntag der Osterzeit 103 Teilnehmer – Damen und Ritter sowie deren Familienangehörige – zum feierlichen Pontifikalamt anlässlich des 55-jährigen Bestehens der Komturei St. Martin Bonn zusammen. Dem Pontifikalamt in der Stiftskirche St. Johann Baptist und St. Peter stand der Münsteraner Weihbischof Cfr. Wilfried Theising, Offizial des Offizialatsbezirks Oldenburg in Vechta, als Zelebrant und Prediger vor.

Gottes Beziehung zu den Menschen

Anhand des Sonntagsevangeliums aus Johannes 21,1–14 machte Weihbischof Cfr. Theising auf die einzigartige Begegnung mit dem auferstandenen Christus am See von Tiberias aufmerksam. Er verwies darauf, dass die Jünger nach den Osterereignissen in Jerusalem zunächst in ihre alte Heimat Galiläa und zu ihren ursprünglichen Berufen zurückgekehrt waren. Dort kam Jesus zu ihnen und wurde von Johannes, nicht aber von Petrus, erkannt. Dennoch setzte Jesus weiterhin auf Petrus. Der Evangelist knüpfte mit dieser Begegnung an das Vorherige an und zeigte, dass die Beziehung zu Gott durch menschliches Versagen nicht zerstört werden kann. Im folgenden Abschnitt fragt Christus Petrus nach seiner Liebe. Gerade diese Frage nach der Liebe ist entscheidend für die Offenbarung Gottes. Wir alle dürfen wissen, dass Gottes Liebe am Ende stärker ist und alle Verletzungen heilt, so Weihbischof Theising. Aus der Offenbarung erwächst die Erkenntnis der Jünger, dass die Beziehung zwischen Gott und uns Menschen Bestand hat, gleich wie wir uns verhalten.

Dankbarkeit für das Wirken der Komturei St. Martin

Weihbischof Cfr. Theising feierte das festliche Pontifikalamt aus Dankbarkeit dafür, dass die Komturei St. Martin Bonn in ihrem Wirken und Tun in Gemeinschaft das Geheimnis der Liebe zu Christus wachhält. Angesichts des kriegerischen Zeitgeschehens im Heiligen Land fragte der Weihbischof eindringlich, ob man überhaupt noch vom Heiligen Land sprechen könne. Er beantwortete diese Frage damit, dass Christus selbst durch sein Wirken dieses Land heil gemacht habe, so wie er alle Menschen guten Willens heil machen könne. Die Heiligen Stätten bezeugen dieses Wirken bis in die Gegenwart hinein und halten so das Andenken lebendig. Das Erinnern an die Liebe Christi zu den Menschen zeigt, dass in Christus das Böse überwunden werden kann. Ebenso stärkt die gemeinsame Feier der Eucharistie die unzerbrechliche Beziehung zu Gott.

Namenspatron St. Martin: Vorbild im Teilen

In seinem Grußwort betonte der Statthalter der Deutschen Statthalterei, Cfr. Dr. Michael Schnieders, die außerordentliche Solidarität: Die Gemeinschaft der Ordensgeschwister in Bonn achtet aufeinander.

Die Komturei St. Martin Bonn hat über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg dem Heiligen Land in Treue Großartiges geleistet. Da dem Rheinländer die Zahl Elf besonders am Herzen liegt, wünschte der Statthalter der Komturei bis zum 110. Geburtstag und darüber hinaus ein segensreiches Wirken im Sinne des heiligen Martin.

Im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst kehrten die Gäste zum Mittagessen ein und erwarteten den Vortrag von Cfr. Dr. Matthias Kopp zum ebenso auffordernden wie aktuellen Thema: „Handeln, nicht warten! Warum das Heilige Land uns braucht!“ Der Tag beeindruckte durch die gute und fürsorgliche Organisation der gesamten Bonner Komturei-Familie St. Martin.

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