Ritter und Damen vom Heiligen Grab zu Jerusalem feiern das 50-jährige Bestehen der Komturei St. Kilian Würzburg

Die Fahne mit dem Kreuz des Lateinischen Patriarchats vor St. Vitus in Veitshöchheim kündigte ein nicht alltägliches Fest an: Gut 50 Ritter und Damen des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem feierten dort am 27. Juni das 50-jährige Bestehen der Komturei St. Kilian Würzburg.

Am 20. Mai 1976 war die Würzburger Ortsgruppe als 28. Komturei der Deutschen Statthalterei des Ordens gegründet worden. Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem unterstützt die Christen im Heiligen Land.

Cfr. Pfarrer Christian Nowak, Prior der Komturei St. Kilian Würzburg, begrüßte S. E. Cfr. Bischof Franz Jung, der als Festprediger und Zelebrant der Vorabendmesse vorstand und dem Orden seit 2012 angehört. Der Würzburger Oberhirte erinnerte die Ordensmitglieder an ihren Auftrag, dem Herrn in den Schwestern und Brüdern im Heiligen Land zu dienen. „Angesichts der seelischen und leiblichen Verwüstungen der vielen Kriege im Heiligen Land ist das eine große Aufgabe“, sagte Cfr. Bischof Jung. Das Heilige Grab in Jerusalem sei im Gegensatz zu den Gräbern dieser Welt nicht die Endstation, sondern der Durchgang zum Leben. Grabesritter seien daher „keine Grabwächter, sondern Hüter des neuen Lebens“.

Im Restaurant Rokoko wurden anschließend gemeinsame Erinnerungen lebendig. Der emeritierte Würzburger Kirchenhistoriker Wolfgang Weiß beleuchtete in seinem Festvortrag die geistliche und kirchenpolitische Atmosphäre des Jahres 1976 sowie die nachkonziliaren Jahre im Bistum Würzburg bis zum Tod von S. E. Cfr. Bischof Josef Stangl im Jahr 1979.

Grund zur Freude hatte der Leitende Komtur von St. Kilian Würzburg, Cfr. Prof. Dr. Andreas Lehmann: Das Jubiläumsgeschenk der Komturei für das Heilige Land lag pünktlich zum Fest in Form einer gemeinsamen Spende vor. Unterstützt werden christliche Familien im Heiligen Land, die aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit und der schwierigen Lebensbedingungen in finanzielle Not geraten sind. Das Schulgeld für die Kinder dreier Familien, die eine Schule des Lateinischen Patriarchats besuchen, wird in diesen Tagen ins Heilige Land überwiesen.

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