Mit großer Dankbarkeit haben die Ritter und Damen vom Heiligen Grab zu Jerusalem die Verabschiedung ihres Confraters Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann als Bischof von Speyer begleitet. Bei der feierlichen Verabschiedung im Speyerer Dom würdigten sie sein langjähriges Wirken als Hirte des Bistums, als Ordensmitglied und als glaubwürdigen Zeugen des Evangeliums.
Mit einem festlichen Pontifikalgottesdienst im Kaiser- und Mariendom zu Speyer verabschiedete das Bistum Speyer am 13. September 2026 seinen langjährigen Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann. Zahlreiche Gläubige, Weggefährten sowie Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft waren gekommen, um dem scheidenden Bischof für seinen Dienst zu danken. In seiner Ansprache sprach Bischof Wiesemann selbst von der Dankbarkeit für 18 Jahre im Bistum Speyer und die vielen Menschen, die ihn in dieser Zeit begleitet haben.
Auch der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem war bei dieser besonderen Feier stark vertreten. Über zwei Dutzend Ordensmitglieder nahmen am Gottesdienst und an der Verabschiedung teil. Mehr als 20 Ritter und Damen zogen im Ordensmantel gemeinsam mit dem liturgischen Dienst in den Dom ein. Darüber hinaus wirkten weitere Ordensmitglieder in ihren kirchlichen Ämtern und Diensten an der Feier mit. Unter den Anwesenden befanden sich der Statthalter der Deutschen Statthalterei, Cfr. Dr. Michael Schnieders, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Cfr. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ, der Bischof von Würzburg, Cfr. Dr. Franz Jung, der Speyerer Diözesanadministrator Cfr. Markus Magin sowie zahlreiche weitere Ordensmitglieder aus benachbarten Komtureien. Diese starke Präsenz machte die Verbundenheit des Ritterordens mit seinem Mitbruder Cfr. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann sichtbar.

In seinem Grußwort würdigte Cfr. Bischof Dr. Heiner Wilmer den scheidenden Speyerer Bischof als „großartigen Hirten“, geschätzten Theologen und treuen Weggefährten. Er hob dessen theologischen Geist, seine Offenheit für den Dialog sowie seinen Einsatz für die Verkündigung des Evangeliums hervor. Besonders dankte er ihm für sein glaubwürdiges Zeugnis und seinen langjährigen Dienst in der Kirche.

Besondere Worte fand auch der Speyerer Diözesanadministrator Cfr. Markus Magin, der die Feierlichkeiten wesentlich mitgestaltete. Seine Botschaft war von Dankbarkeit und persönlicher Verbundenheit geprägt. Dieser Gedanke spiegelte auch die Stimmung vieler Ordensmitglieder wider, die ihren Mitbruder an diesem Tag nicht nur als scheidenden Bischof, sondern vor allem als Weggefährten im Glauben erlebten.

Eine Weinrebe als Zeichen des Dankes seiner Komturei Regina Coeli Speyer/Kaiserslautern
Für die Komturei Regina Coeli Speyer/Kaiserslautern dankte der Leitende Komtur, Cfr. Prof. Dr. Christopher Wolf, im Anschluss an den Gottesdienst Cfr. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann für dessen langjähriges Wirken und seine Verbundenheit mit dem Orden. Als Zeichen der Dankbarkeit und Wertschätzung überreichten die Ritter und Damen ihrem Confrater eine Weinrebe der Sorte „Palatina“.

Auch der Prior der Komturei Speyer/Kaiserslautern, Cfr. PD Dr. Joachim Reger, würdigte das Wirken des scheidenden Bischofs: „Der Abschied von Bischof Wiesemann war geprägt von großer Dankbarkeit. In seinem Dienst hat er immer wieder dazu ermutigt, die Frohe Botschaft nicht nur zu verkünden, sondern im konkreten Handeln für andere Menschen sichtbar werden zu lassen. Dieses Verständnis eines gelebten und glaubwürdigen Christseins bleibt für viele Menschen und auch für unseren Orden wegweisend. Wir danken ihm für seinen Dienst an den Menschen und an unserer Kirche und wünschen ihm Gottes reichen Segen für den neuen Lebensabschnitt.“
Mitbruder über das Amt hinaus
Für die Ritter und Damen vom Heiligen Grab endet mit der Verabschiedung von Cfr. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann zwar ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte des Bistums Speyer. Die Verbundenheit mit ihrem Mitbruder bleibt jedoch bestehen. Sie begleiten ihn weiterhin mit ihrem Gebet und ihrer Wertschätzung und freuen sich darauf, ihm auch künftig innerhalb des Ordens zu begegnen. Seine Erfahrungen, seine geistlichen Impulse und sein glaubwürdiges Zeugnis werden den Ritterorden auch über die Zeit seines bischöflichen Dienstes in Speyer hinaus bereichern.
